Station 1 'do legst di nieda' - Alpenkräutergarten

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Bevor du dich in die Welt der Kräuter begibst versuche deine Altagssorgen hinter dir zu lassen, werde ruhig und entspannt damit du konzentriert neues erlernen kannst.

Eine gute beruhigende Wirkung haben unter anderem Baldrian oder Lavendel, aber auch eine meditative Reise kann die Konzentration fördern.

Lass die folgende Phantasiereise auf dich einwirken um gestärkt in den Alltag zu gehen:

Du bist in deiner Phantasie auf einer großen Wiese -
Es ist Frühling.Viele bunte Kräuter blühen im Gras -
Die Bäume sind über und über mit Blüten bedeckt -
Du spürst unter deinen Füßen Gras -

Vögel singen, Bienen summen.
Heuschrecke zirpen fröhlich ihre Lieder -
Du liegst unter einem blühenden Baum -
Die Sonne scheint und wärmt dich aufs Angenehmste -
Das Blau des Himmels schimmert durch die Äste -

Ein paar weiße Wolken ziehen gemächlich vorüber -
Mit ihnen ziehen deine Gedanken, sie ziehen weiter und weiter -
bis sie am Horizont verschwunden sind -
Eine große Ruhe durchströmt dich.
Sie strömt durch Körper, Geist und Seele –

Du fühlst dich wohl und träumst ein wenig weiter.

Hier findest du eine Auswahl beruhigender Kräuter, viele davon findest du wahrscheinlich auch zu Hause im Garten, wenn du sie alle kennenlernen willst musst du zum "Kräuterpfad der Sinne" kommen!

In erster Linie das Avenin, ein Indol-Alkaloid, ist für die beruhigende (sedative) Wirkung der vor allem grünen oberirdischen Teile zuständig.

Weiteren Einsatz findet der Grüne Hafer bei Gicht, Rheuma, Hautausschlägen oder als Tonikum zu allgemeinen Stärkung. Im reifen Zustand darf Hafer als Nahrungsmittel nicht fehlen.

Anwendung findet der Hafer vor allem als Tinkturzubereitung, aber auch als Haferstrohbad bei Rhema und Gicht, Haferstrohtee als Herz- und Kreislaufmittel oder Haferbrei schleimhautschützend bei Magenbeschwerden.

Hafer enthält Gluten, wodurch es als Nahrungsmittel für an Zöliakie leidende Personen nicht geeignet ist. Zusätzlich kann es durch eine starke Überdosierung zu Kopfschmerzen kommen.

Die Beruhigende Wirkung des Hopfens ist vor allem seinen Inhaltsstoffen in den Drüsenschuppen der weiblichen Blütenstände zuzuschreiben. Darunter finden sich vor allem Flavanoide, ätherisches Öl, Bitterstoffe, Humulon und Lupulon, Harzsubstanzen und Mineralstoffe.

Zusätzlich wirkt der Hopfen anregend auf den Periodenzyklus und appetitanregend.

Anwendung findet Hopfen als Teezubereitung oder in Form von Salben oder Tinkturen. Auch Kissen gefüllt mit getrocknetem Hopfen- und Lavendelblüten sollen einen ruhigen Schlaf versprechen.

Nebenwirkungen sind bei normaler Dosierung nicht zu befürchten.

Vor allem den Inhaltsstoffen in den Lavendelblüten wird eine beruhigende Wirkung nachgesagt. Dabei handelt es sich in erster Line um das ätherische Öl aber auch den Gerbstoffen, Flavonoiden, Cumarinen und Phytosterolen.

Zusätzlich wirken sie als Gallenmittel und die Gerbstoffe stopfend bei Durchfällen.

Anwendung findet Lavendel unter anderem als Teezubereitung, in Form einer Tinktur oder eines Öles, als Badezusatz oder als Schlafkissen kombiniert mit Melisse und Hopfen.

Innerlich kann eine Überdosis an Lavendelöl (ab etwa 1g) neben Reizerscheinungen in Darm und Magen zu Bewusstseinsstörungen und Benommenheit führen.

Zu den Inhaltsstoffen der, zur Blütezeit geernteten oberirdischen Teile, zählen ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe, Flavonoide, herzwirksame Glykoside und geringe Mengen von Alkaloiden.

Neben nervöser Unruhe und Atemnot hilft Herzgespann noch bei klimakterischen Bescherden mit Hitzewallungen und Angstzuständen sowie Atemnot.

Anwendung findet dieses Heilkraut in Form einer Teezubereitung als Tinktur oder Kaltwasserauszug oder aber auch als dunkelgrüner Farbstoff für Naturmaterialien wie zum Beispiel Wolle.

In größeren Dosen eingenommen kann es zu leichten Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Bauchschmerzen, blutigem Stuhl und unstillbarem Durst kommen.

Der wichtigste Bestandteil der Kamillenblüten ist das ätherische Öl mit den Hauptbestandteilen Chamazulen und α-Bisabolol. Weiters sind noch Falvonoide und Cumarine enthalten.

Neben dem milden Nerven- und Beruhigungsmittel wirkt die Kamille krampflösend, allgemein kräftigend, schmerzstillend, entzündungs- und blähungswidrig.

Anwendung findet die Kamille als Teezubereitung, in Form von Dampfbädern und Tinkturen oder aber auch zur Haarpflege und als Färbemittel zur Aufhellung blonder Haare.

Nebenwirkungen sind bei normaler Dosierung nicht zu befürchten. Bei täglichem Gebrauch über Jahre hinweg kann es allerdings zu Schwindelerscheinungen, Allergien und trockener Haut kommen.

Der wichtigste Inhaltsstoff, der vor der Blüte geernteten oberirdischen Teile, ist das ätherische Öl mit Carophyllen, Citral und Citronellal. Ebenso enthalten sind Gerb- und Bitterstoffe, Mineralstoffe und geringe Mengen Flavonoide.

Zusätzliche Wirkung, vor allem als Hausmittel in der Volksmedizin, hat das Melissenkraut bei Magen-, Leber- und Galleleiden sowie als Kräftigung nach Erkältungs- und Infektionskrankheiten. Ihm wird ebenfalls eine krampflösende Wirkung nachgesagt.

Anwendung findet die Melisse vor allem als Teemischung oder auch als Öl, Likör oder Tinktur. Frische Melissenblätter können auch als Gewürz für Eintöpfe, Suppen und Salate aber auch zur Garnierung von Süßspeisen und Cocktails verwendet werden.

Nebenwirkungen sind keine zu erwarten.

Zu den Inhaltsstoffen der blühenden oberirdischen Teile zählen vor allem Ätherisches Öl (mit bis zu 50 % Thymol), Borneol, Carvaerol, Cymol und Pinen aber auch Gerbstoffe und Flavonoide.

Thymian wirkt krampflösend und desinfizierend und verschafft somit bei Hustenreiz Linderung. Zusätzlich regt Thymian die Verdauung an und krampfartige Beschwerden werden beseitigt.

Anwendung findet Thymian als Teemischung, in Form von Badezusätzen, Tinkturen oder als Ansatz mit Wein oder Schnaps. Natürlich darf das Heilkraut auch als Gewürz in der Küche nicht fehlen.

Nebenwirkungen bei einer Anwendung als Tee sind nicht zu befürchten, lediglich eine Überdosierung von Thymol kann zu einer Überfunktion der Schilddrüse führen.

Die Wirkung der Baldrianwurzel bezieht sich vor allem auf das enthaltene ätherische Öl, bizyklische Sesquiterpene, Alkaloide und in geringen Mengen Valepotriate.

Neben nervösen Reizzuständen, Schlaflosigkeit und bei nervösem Herzklopfen wirkt Baldrian auch bei krampfartigen Schmerzen im Magen- und Darmtrakt, bei Kopfschmerzen und Migräne.

Anwendung findet die Wurzel als Teemischung, in Form von Badezusätzen und Tinkturen aber auch als Ansatz in Wein oder Schnaps.

Nebenwirkungen sind keine bekannt.

 
Copyright 2016. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü