nur anschauen nicht zerkauen - Alpenkräutergarten

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Giftpflanzen waren wohl schon den Steinzeitmenschen bekannt und erste Aufzeichnungen über Vergiftungsfälle gibt es bereits in der Antike. Im Laufe der Geschichte starben schon sehr viele Menschen gewollt oder ungewollt an einer Überdosis gewisser Pflanzeninhaltsstoffe. Eine der giftigsten, im Alpenraum vorkommenden, Pflanzen ist wohl der Eisenhut (Aconitum sp.) mit seinem Wirkstoff Aconitin aber auch die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale), der Fingerhut (Digitalis sp.) oder die Tollkirsche (Atropa bella-donna) sind in ihrer Wirkung nicht zu unterschätzen.

Bei einem Großteil der Vergiftungen handelt es sich um leichte Fälle wobei als Behandlung meist reichliche Flüssigkeitszufuhr (kein Alkohol und keine milchhaltigen Flüssigkeiten) und eventuell eine Gabe von Medizinalkohle (0,5 g pro kg Körpergewicht) reicht. Wie behandelt werden muss hängt jedoch von den Wirkstoffen der Pflanzen ab. Entscheidend ist dabei die richtige Identifizierung der Giftpflanze und auch die aufgenommene Dosis um geeignete Hilfsmaßnahmen einleiten zu können.

Hautreizende Gifte können, soweit keine Hautverletzungen vorliegen, mit warmem Wasser und Seife abgespült werden. Bei oraler Einnahmen können Kohle-Pulvis die Giftstoffe binden und eine Aufnahme ins Blut verhindern. Sind keine vorhanden kann alternativ ein Erbrechen hervorgerufen werden, was durch vorheriger Flüssigkeitsaufnahme erleichter wird.Dies sind jedoch nur Vorschläge ohne Gewähr, im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt oder das Giftinformationszentrum kontaktiert werden!


Vergiftungsnotruf für Österreich mit Zentrale in Wien:
+43 (0)1/406 43 43


Vergiftungen zeigen sich schon nach wenigen Minuten durch Brennen im Mund und Kribbeln am ganzen Körper. Nach Übelkeit, Atemnot und Kältegefühl kommt es zum Tod durch Atemlähmung.          

Die tödliche Dosis für einen Erwachsenen beträgt ca. 5 mg!

Vergiftungen zeigen sich innerhalb der ersten viertel Stunde, beginnend mit geweiteten Pupillen, Abnahme der Schweißdrüsensekretion über Mundtrockenheit bis zu Halluzinationen, Krampfzuständen und Tod durch Atemlähmung.

3 bis 4 Beeren können für Kinderbereits tödlich sein!

Symptome einer Vergiftung beginnen bei einem unregelmäßigen Puls, gehen über Erbrechen, Durchfall und Blaufärbung der Lippen bis hin zu Atemnot und Tod durch Herzstillstand.

Bereits 2,5 bis 5 g der getrockneten Blätter sind für einen Erwachsenen tödlich!

 
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